Festausschuss

Leverkusener Karneval

Richtlinien

Richtlinien für die Durchführung und Teilnahme an den Karnevalszügen in Leverkusen-Wiesdorf und Leverkusen-Opladen

Erläuterungen:
A - Ausrichter ( Veranstalter )
B - Behörden
F - Fußgruppe, Fußgänger
Fa - Fahrer ( Führer )
GEMA - Gesellschaft für Musik-Aufführungsrechte
KFZ - Kraftfahrzeug
O - Organisatoren / Organisation
OA - Ordnungsamt
P - Polizei
S - Sicherungspersonal
STVA - Straßenverkehrsamt
T - Teilnehmer
TÜV - Technischer Überwachungs-Verein
Z - Zuschauer
ZO - Zugordner

 

A.) Beteiligte

 

1.) Ausrichter
Ausrichter des Karnevalszuges ist der Festausschuß Leverkusener Karneval e.V. ( Dachorganisation von 28 Karnevals- Gesellschaften oder Vereine ), und zwar jeweils die in den entsprechenden Zuggremien erfaßten FLK- Mitglieder

 

2.) Organisatoren
Die Organisation für den jeweiligen Karnevalszug liegt bei dem gewählten Zugleiter und seinen Hilfskräften, die im Rahmen ihrer Aufgaben auch die Koordination mit den beteiligten Behörden und Ämtern, den Hilfs- und Sanitätsdiensten, den Ordnungsdiensten usw. herbeiführen, den Zugweg und Zugablauf regeln und die Kosten-Abrechnung erstellen.

 

3.) Teilnehmer
Teilnehmer am Karnevalszug können sein:

a) alle Mitglieder im FLK
b) alle den Mitgliedern angeschlossenen Gruppen oder Einzelgänger, die über die FLK- Mitglieder angemeldet werden
c) alle Gruppen oder Einzelgänger, die sich als "Freie Gruppe" oder "Freie Einzelgänger" bei der Zugleitung ( Organisation ) angemeldet haben.

 

4.) Zug- Ordner / Sicherheitskräfte
Jedes FLK- Mitglied, dass sich am Zug aktivbeteiligt, hat in ausreichender Zahl "Zug-Ordner" und entsprechende Sicherungskräfte zu stellen, deren Anzahl sich nach den Erfordernissen richtet.

Jedes FLK- Mitglied muss einen Koordinator zu seinen Ordner- und Sicherungskräften stellen und benennen, der der Zugleitung direkt unterstellt ist.
Für den Koordinator muss eine Ersatzperson benannt werden.

 

5.) Sanitäts-, Rettungs-, Hilfs- und Ordnungsdienste
"Sanitätsdienste" sind DRK, MHD oder glw.

"Hilfskräfte" sind THW, THO oder glw.

"Rettungsdienste" sind Feuerwehren
"Ordnungsdienste" sind eigenständige, vom Veranstalter verpflichtete Organisationen

 

6.) Musikkapellen, Spielmannszüge etc.
Die verpflichteten Musikkapellen, Fanfaren- und Spielmannszüge - einschl. evtl. Majorettgruppen - müssen zu vereinbartem Zeit- und Treffpunkt erscheinen, um sich ggfs. noch umkleiden zukönnen. Eine spätere Ankunft läßt keine ordnungsgemäße Aufstellung mehr zu. ( Siehe An- und Abreise zum Zug )

Die Einweisung der Musikgruppen erfolgt nach dem Aufstellungsplan. Der Abmarsch zum Aufstellungsplatz erfolgt spätestens zur besonders angegebenen Zeit, da die "Zug-Abnahme" ca. 30 Minuten vor "Zugstart" erfolgt.
Nach der "Auflösung" des Zuges gehen dieMusikgruppen wieder zum Umkleideplatz zurück.

Für ausländische Kapellen gilt:
Die Honorierung erfolgt nach geltendem Steuerrecht - insbesonders bzgl. der Mehrwertsteuer.

 

7.) Kraftfahrzeuge und Fahrer
Sämtliche Kraftfahrzeuge wie Einzelfahrzeuge oder Gespanne ( Gesellschafts-, Präsidenten-, Prinzen- oder Mottowagen, Bagage- oder Begleitfahrzeuge, ) unterliegen den "Gesetzlichen Bestimmungen für den Einsatz von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen für den Einsatz bei Brauchtumsveranstaltungen."

 

 Richtlinien 1

Kleinlaster als Bagagewagen mit Anordnung Sicherungspersonal.

 

Richtlinien 2

Einachsiger Anhänger, keine Personen-Beförderung ( nur Mottowagen o.ä. ) mit Anordnung Sicherungspersonal.

 

Richtlinien 3

Einachsiger Anhänger, keine Personen-Beförderung ( nur Mottowagen o.ä. ) mit Anordnung Sicherungspersonal.

 

Richtlinien 4

Kraftfahrzeug-Gespann mit Anordnung Sicherungspersonal

 

Alle Fahrzeuge dürfen im Zuge nur "kaschiert" mitfahren. Firmenreklame als "Kaschierung" ist unzulässig.
Alle Fahrzeuge sind mind. so auszustatten, dass sie dem Merkblatt über die Ausrüstung und den Betrieb von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen für den Einsatz bei Brauchtumsveranstaltungen (BM für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, 18.Juli 2000, S 33/36.24.02-50) entsprechen. - Siehe auch TÜV -
Weitergehende Richtlinien dazu, wie z.B. die zulässigen Ausmaße ( Gesamte Höhe, Breite, Länge ) ergehen von den Zugleitungen und sind Teil der Zug-Anmelde-Formularien, da sich diese verändern können, wenn verkehrstechnische Gründe dies rechtfertigen.

 

8.) Pferde, Gespanne, Reiter bzw. Führer, sonstige Tiere
Beim Einsatz von Pferden oder sonstigen Tieren sind diese nur dann zugelassen, wenn sie nachweislich ruhig und trainiert sind oder durch einen Tierarzt entsprechend versorgt wurden.

Berittene Pferde sind zusätzlich durch eine Begleitperson zu führen. Gespanne sind wie Kraftfahrzeuge zu sichern.
Sonstige Tiere sind besonders anzumelden, besonders zu sichern und zu führen.
Reiter, Begleitpersonen und Tierführer sind "Zugteilnehmer" im Sinne dieser Richtlinien.

 

B.) Weisungsbefugte

 

Weisungsbefugt im Sinne dieser Richtlinien sind für den Ablauf des Zuges:
a) Der FLK-Vorstand in Abstimmung mit der
b) jeweiligen Zugleitung
c) die jeweiligen Koordinatoren bzw. Zug-Ordner der FLK- Mitglieder - im Rahmen ihrer Aufgaben
d) die städt. Behörden
e) die Polizei
f) die Hilfs- und Sanitätskräfte
g) die Ordnungsdienste

Den Anweisungen sind - insbesonders bei Unfällen - strikt Folge zu leisten. Es ist von allen Teilnehmern am Zug alles mögliche zu unternehmen, den Sanitäts-, Rettungs- und Hilfs- Diensten ihre Aufgaben zu erleichtern. Anordnungen von Polizei und Behörden ist stets Folge zu leisten.

 

C.) Gebote / Verbote

 

1.) Informationspflicht
Jeder Teilnehmer im Karnevalszug unterwirft sich den Richtlinien zur Durchführung des Karnevalszuges.

Alle Gesellschaften, Vereine, Gruppen haben dafür Sorge zu tragen, dass die Richtlinien allen einzelnen Teilnehmern frühzeitig bekannt gegeben werden.

 

2.) Weisungsgebundenheit
Alle Zugteilnehmer haben den Anordnungen der Weisungsbefugten zu folgen.

Alle Zugteilnehmer verpflichten sich zur Einhaltung der Verbote und Gebote sowie zur Beachtung der Besonderen Hinweise des Veranstalters. ( Sollten Anordnungen für den Zugteilnehmer eine besondere Härte bedeuten, kann er sich an die Zugleitung wenden. )

 

3.) Verbote
a) Nicht erlaubt ist das Trinken von Alkohol in jeglicher Form vor und während des Zuges.

b) Nicht erlaubt ist das Werfen von harten, schweren und scharfkantigen Gegenständen.
c) Strengstens untersagt ist das Abwerfen von Leergut wie Kartons, Flaschen, Dosen, Kisten usw. während des Zugweges. ( Es gibt besondere "Abwurfstellen" )
d) Nicht erlaubt ist das Heraus- oder Herunterreichen von Gegenständen aus oder vom Fahrzeug, wenn hiervon besondere Gefahren ausgehen. ( Siehe Besondere Hinweise )
e) Verboten ist die Teilnahme im Zuge ohne entsprechende Anmeldung oder ohne Versicherungsschutz.

 

4.) Gebote
a) Alle Teilnehmer am Karnevalszug sind in erster Linie für ihr Handeln selbst verantwortlich. Für Kinder und Jugendliche gilt,

dass hierzu Erwachsene die Aufsicht mit besonderer Sorgfalt führen bzw. Erziehungsberechtigte zur Teilnahme ihr Einverständnis geben müssen.
b) Alle Zugteilnehmer verpflichten sich zur frühzeitigen Angabe aller Personendaten, Angaben zur Kostümierung, zum Motto, zu Fahrzeugen und Beschallungen etc., damit die Zugleitungen im Rahmen ihrer Aufgaben die Zugaufstellung, den Versicherungsschutz sowie die Koordination zu dem jew. Zug klarstellen kann.

 

D.) Zuganmeldungen

 

Für jeden Karnevalszug werden Zuganmelde-Formulare neu herausgegeben, die alle für den Zug erforderlichen Erläuterungen wie Daten, Aufstellplatz, Zugweg, Auflösung, Versicherungsbedingungen etc. enthalten und die sorgfältig auszufüllen sind mit allen Angaben zu Personen und Fahrzeugen, Kostümen, Motto, Beschallung etc. und bis spätestens 6 Wochen vor Zug mit sämtl. gesetzl. erforderl. Papieren zu Fahrzeugen der Zugleitung im FLK zurückzugeben sind.

 

Sollten Angaben fehlen oder unrichtig sein oder sollten die erforderlichen Unterschriften fehlen, wird eine Karenzfrist von 12 Tagen eingeräumt, die Unterlagen zu berichtigen bzw. zu vervoll- ständigen. Danach besteht kein Anrecht auf Teilnahme am Zug. Der Ausrichter verweist ausdrücklich darauf, dass im Schadensfalle eine Verantwortung abgelehnt wird, wenn die benötigten Unterlagen fehlerhaft oder falsch sind.

 

E.) Versicherungsschutz

 

Alle Teilnehmer im Zuge - vorausgesetzt der richtigen Meldung - sind gegen Unfall versichert.
Alle Teilnehmer im Zuge sind ferner haftpflichtversichert.
Die Versicherungs-Bedingungen und die jew. Deckungssummen und Beiträge sind den jew. Zuganmelde-Formularien zu entnehmen.

 

F.) Unfälle

 

Bei Unfällen wird von den Sanitätskräften und hilfsweise anderen Organisationen Erste Hilfe geleistet. Bei Unfällen, die durch Alkoholgenuß und Nichteinhaltung dieser Zugrichtlinien verursacht werden, werden seitens der Versicherung und seitens des Veranstalters keine Haftung übernommen.

 

G.) Zuglauf / Zugweg etc.

 

1.) Zufahrtsmöglichkeiten, Verkehrssperrungen, Aufstellplatz, Zugabnahme, Abmarschzeit, Zugweg, Abwurfstellen
Bekanntgabe auf den Anmelde-Formularien

 

2.) Zugende
Ein genauer Zeitpunkt für das Ende des Zuges kann nicht angegeben werden.

Wegen der nachfolgenden Reinigung des Zugweges werden alle Teilnehmer aufgefordert, die Fahrzeuge möglichst umgehend und ohne Rückstauverursachung zu entladen und dann über die freien Abfahrtswege zu ihren Standplätzen zurückzuführen.
Auf Rückwegen dürfen keine Verpackungen abgeworfen werden ( Hier drohen Ordnungsstrafen ! ) .

 

3.) Sonstiges
Am Aufstellplatz werden - soweit erforderlich - mobile Toiletten aufgestellt.

Über "Kindersammelstelle" und "Behinderten-Besucherplatz" wird informiert.

 

H.) Besondere Hinweise des Veranstalters

 

Im Laufe vieler Jahre hat sich die Art und auch die Durchführung von karnevalistischen Brauchtums-Umzügen erheblich verändert.
Aus diesem Grunde sieht sich der Veranstalter veranlasst, einige - wichtige - Dinge zu erläutern und die Zugteilnehmer aufzufordern, die darin gemachten Empfehlungen zu beachten.

Dies dient letztlich dem Erhalt des Brauchtums, vermeidet Gefahren und unnötige Prozeduren etc..

 

I. Empfehlungen zum Einsatz von Fahrzeugen:
Neben den gesetzlichen Bestimmungen zur Ausstattung technischer und baulicher Art ergeben sich Zwänge zur Höchstbestimmung der Fahrzeug- Ausmaße, die sich aus dem zur Verfügung stehenden Zugweg mit seinen möglichen Einschränkungen ergeben. Dies können sein:

- enge Straßen- und Kurvenführungen
- verkehrshindernde, dauernde Einrichtungen wie Verkehrsinseln, Laternen- und Ampelmasten, Beschilderungen
- Baustellen als vorübergehende Einschränkungen
- Höheneinschränkungen durch Ampelgehänge, Bäume, Beleuchtungs-Oberleitungen
Während die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen durch den TÜV erfolgt und den Genehmigungsbehörden ( Hier Straßenverkehrsamt ) belegt werden muß, ist die Einhaltung der zulässigen Höchstmaße Sache des Zugteilnehmers. Soweit die Zug-Abnahme erkennen läßt, dass die Höchstmaße des Fahrzeuges überschritten wurden, ist die Zugleitung berechtigt, das Fahrzeug aus der Zugfolge zu entfernen.
Dies gilt auch, wenn das Fahrzeug mehr Aufladung oder Personen mit sich führt, als in der TÜV- Bescheinigung angegeben ist oder wenn es nach der TÜV- Abnahme unzulässig baulich verändert oder zwischenzeitlich relevant beschädigt wurde.

 

Zulässige erforderliche Abmessungen:

 Richtlinien 5

 

Richtlinien 6

 

Richtlinien 7

 

Eventuelle Hindernisse im Straßenverkehr: z.B. Ampeln, Bäume, etc.: 

Richtlinien 8

 

Richtlinien 9

 

Fahrzeuge sind stets auf dem Hin- und Rückweg zum Zug nur mit den zulässigen Höchstgeschwindigkeiten zu fahren.
Personenbeförderungen auf Fahrzeugen - zu denen keine besonders zugelassenen Sitzvorrichtungen bestehen - sind grundsätzlich auf den Hin- und Rückwegen nicht erlaubt.


Frühzeitig genug sind die Fahrzeuge dem TÜV zur Abnahme anzumelden - möglichst in der Art, dass der TÜV- Prüfer an einer Stelle alle ( oder mind. viele ) Fahrzeuge abnehmen kann. Dies führt zur Reduzierung der Fahrkosten- Anteile.
Zu den TÜV- Prüfungen sind die Papiere des Fahrzeuges, Fotos oder ähnliche Dokumente vorzulegen.
Ziehende oder selbstfahrende Fahrzeuge, die zugelassen sind, müssen dem TÜV nur vorgeführt werden, wenn sie zur Teilnahme am Brauchtumsumzug so verändert werden, dass die allgemeine Zulassung dadurch nicht mehr gegeben ist.
Gezogene Fahrzeuge können nur dann zugelassen werden, wenn das ziehende Fahrzeug dem TÜV bekannt gemacht wird. Nicht zugelassene Fahrzeuge sind stets dem TÜV vorzuführen.
Fahrzeuge, die der Personenbeförderung im Zuge dienen, müssen mind. in dem Teil, der der Personenbeförderung dient, mehrachsig sein. ( Einachsige Anhänger dürfen keine Personen befördern - auch nicht ausnahmsweise ! )
Die TÜV- Abnahme gilt einjährig - jedoch nur bis zur Beendigung der Brauchtumsveranstaltung, d.h. bis zur Beendigung des Rückweges von der Brauchtumsveranstaltung.
Soweit die Fahrzeuge weder technisch noch baulich verändert werden und sich die Beladung ( Personen oder Wurfmaterial ) nicht verändern und keine Änderung des ziehenden Fahrzeuges beabsichtigt ist, wird der TÜV kein erneute Prüfung in Form eines Gutachtens vornehmen, sondern nur eine Bescheinigung ausstellen, die zur Teilnahme an der nachfolgenden Brauchtumsveranstaltung berechtigt. ( Zur Zeit ist noch nicht klar, wie oft dieses vorgenommen werden kann. Hierzu sind Regierungspräsidium und TÜV noch in einer Verhandlung. )

Es empfiehlt sich daher, das Fahrzeug kurz vor den jeweiligen TÜV-Abnahmen von allen Seiten zu fotografieren, damit der Prüfer die Fotos als Anlage zu den Akten geben kann ( Mind. je 3 Ausfertigungen der Fotos : 1 x TÜV, 1 x Behörde, 1 x Akten des Teilnehmers )

 

II. Fahrer
Es dürfte sich wohl von selbst verstehen, dass die Fahrer den Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis, ansonsten jedoch eine gewisse Erfahrung mit dem Umgang des Fahrzeuges bei Brauchtumsveranstaltungen haben müssen. Es empfiehlt sich ein Training langsamer Fahrt mit fast voll beladenem Fahrzeug, um sich mit den Ausmaßes des Fahrzeuges, seinem geänderten Brems- und Anfahrtsverhalten, den eingeschränkten Sichtwinkeln usw. vertraut zu machen.
Ruckfreies Fahren von Fahrzeugen mit Personen muss gewährleistet sein.
Hinweis: Es erfolgen vor Zugbeginn Stichproben der Polizei hinsichtlich Alkohol- oder Drogengenuss. ( Siehe Zeichnung 1 und 2 - Sichtfeld Fahrer

 

Richtlinien 10

Zeichnung 1 Sichtfeldeinschränkung nach hinten

 

Richtlinien 11

Zeichnung 2 Sichtfeldeinschränkung nach vorne
S = Sicherungspersonal, Fa = Fahrer

 

III. Anforderungen zur Absicherung von Fahrzeugen
Zu allen Rädern sind Ordner als Sicherungskräfte zu stellen.
Diese Ordner ( im Volksmund: Wagenengel ) sollen als solche gekennzeichnet sein und so eingesetzt werden, dass die Absicherung gegen Unfallgefahren stets gesichert ist.
Das Alter sollte mind. 18 Jahre betragen. Jugendliche dürfen nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten eingesetzt werden und sollten über eine gewisse Reife verfügen.
Sicherungskräfte unter 16 Jahren sind nicht zugelassen.
Seitens des Zugteilnehmers sind die bereits in der Absicherung erfahrenen Sicherungskräfte vorne am Zug-Fahrzeug und im Bereich der Deichsel ( bei Gespannen ) einzusetzen. Im Bereich der Deichsel sind die Sicherungskräfte so zu platzieren, dass sie selbst nicht vom Fahrzeug-Anhänger erfasst werden können. ( Siehe Zeichnung 3 - Absicherung von Fahrzeugen )
Sicherungskräfte dürfen während des Zugweges nicht den Posten verlassen. Es empfiehlt sich daher für den Zugteilnehmer, eine Ersatzperson ( Springer ) bereitzuhalten, damit bei Ausfall einer Sicherungskraft ( z.B. wegen dringendem Bedürfnis, bei Unwohlsein o.glw. ) sofort Ersatz gegeben ist.

 

Richtlinien 12 

Zeichnung 3 Falsche, sowie richtige Absicherung
S = Sicherungspersonal, Fa = Fahrer, T = Teilnehmer ( Wagenbesatzung )

 

IV Empfehlungen an Fußgruppen und Musikgruppen
Die Fußgruppen und Kapellen sollen möglichst in geordneter Reihenfolge gehen, damit die Zuschauer nicht in die Gruppe hinein drängen. Der gewünschte Darstellungseffekt geht bei ungeordneter Reihe ebenso verloren wie auch beim Ausscheren einzelner Fußgruppen- Mitglieder in die Zuschauermassen hinein. ( Siehe Zeichnung 4 und 5 )
Majorett- oder Tanzgruppen sollen nur dann besondere Darbietungen geben, wenn damit kein Stau im Zugablauf verbunden ist. ( Stauungen im Zugablauf, verursacht durch die evtl. Aktivitäten - insbesonders gegen die Zugrichtung – fordern von nachfolgenden Zugteilnehmern zunächst ein Stoppen und danach ein Aufholen. Dies birgt Unfallgefahren ! )

 

Richtlinien 13

Zeichnung 4 Falsches Verhalten von Fußgruppen

 

Richtlinien 14 

Zeichnung 5 Richtiges Verhalten von Fußgruppen
S = Sicherungspersonal ( Ordner ) , F = Fußgruppen

 

V Wurfmaterial
Das Wurfmaterial ändert sich stetig im Lauf der Zeit.
Die Anteile gewichten sich stets neu. Zunehmend werden gesponserte Artikel, meist verbunden mit Reklame, unter's Volk gebracht.

Aus Sicht der Verletzungsgefahren gelten als

unproblematisch:
alle Teile, die weder scharfkantig noch schwer sind:
z.B. Bälle, Stofftiere, Papiertaschentücher, Bonbons, Kleingebinde von Keksen, Kaugummi, Weingummi, Lakritze, Schokoriegel oder gleichartige Artikel


leicht problematisch :
Schokoladentafeln, Pralinenschachteln, Wurfsträußchen, Obst, Gemüse, schwere Gartenfrüchte, Frisby-Scheiben und gleichartige Artikel


sehr problematisch und daher nicht als Wurfmaterial einzusetzen :
scharfkantige Artikel aus Plastik ( z.B. CD in Hüllen ), Getränkedosen, Flaschen aller Größen, gerollte Hefte oder gleichartiges Material


Aus sonstiger Sicht nicht wünschenswert als Wurfmaterial sind, da sie in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen können ( nicht kontrollierbare Empfänger ) :

stark alkoholversetzte Süßigkeiten wie Weinbrandbohnen oder gleichartige Artikel,
verbotenes Schriftgut und pornografische Artikel,
Messer, Schraubenzieher und sonstige Artikel ähnlicher Art, von denen Verletzungen ausgehen können sowie Streichhölzer.

VI Verhalten der Wagenbesetzungen beim Verteilen von Wurfmaterial
Die Wagenbesetzungen sind angehalten, kein Wurfmaterial ohne besondere Sicherungen - vor allen Dingen nicht seitlich - vom Fahrzeug heraus- oder herunterzureichen. Damit wer-den Zuschauer automatisch zum Fahrzeug hingezogen, was den Sicherungskräften die Arbeit insgesamt erschwert und was zu Unfallgefahren führt. ( Siehe Zeichnung 6 )

Auch der Fall, dass Wurfmaterial von Zuschauern zurückgeworfen wird, sollte nicht zu unbedachten Reaktionen der
Wagenbesetzungen führen. ( Im Falle der Verletzung von Zuschauern durch solche Reaktionen schließt die Haftpflicht-Versicherung eine Deckungszusage aus.)

 

Richtlinien 15 

Zeichnung 6 Falsches Abwerfen / Herunterreichen, sowie richtiges Verhalten

 

VII Verhalten von Zuschauern
Mit Unverständnis muß beobachtet werden, dass Erwachsene sogar Kinder wegstoßen - meist sogar in Richtung des Zugweges bzw. der Fahrzeuge, um an Wurfmaterial zu ge-langen ( als wenn es morgen nichts mehr gäbe ).
Erwachsene sollten sich verantwortungsvoller gegenüber Kindern und Jugendlichen verhalten und Kleinkindern eine besondere Aufmerksamkeit und Schutz gewähren.


Das Rückwerfen von Wurfmaterial ist eine Unsitte von meist alkoholisierten Jugendlichen, welche ihren Grund nicht im Brauchtum Karneval, sondern in anderen Begleiterschei-nungen hat. Von den Zugteilnehmern kann jedoch eine starke Einschränkung dieser Unsitte dadurch erfolgen, dass man erst gar nicht Wurfmaterial zum Zug mitnimmt, welches dann als Rückwurfmaterial geeignet ist.


Ein weiterer - zunehmender - Volkssport übermütiger und alkoholisierter Jugendlicher ist das sogenannte "Flaschen-knacken" - das Unterlegen von Getränkeflaschen aus Glas unter die Traktor- oder LKW-Räder mit dem Effekt, dass diese durch die groben Reifenprofile erfaßt werden und dann durch das Gewicht des Fahrzeugs "geknackt" werden. Dabei springen Glasteile in die Umgebung und verletzen Unbeteiligte. Die festeren Flaschenböden bleiben in der Regel ungeknackt und sind mit ihren spitzen Glaskanten eine latente Gefahr für Personen und Fahrzeugreifen.


Die Karnevalisten sollten im Eigeninteresse darauf achten, dass sich das Verhalten von Verkaufsständen ändert, denn nach wie vor ist zu beobachten, dass trotz ausdrücklicher Ermahnungen und Belehrungen an Kinder und Jugendliche Alkohol veräußert wird.

Auch ist zu beobachten, dass Gerade-Volljährige Alkoholika erwerben und an Nicht-Volljährige weitergeben.

Das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit ( JÖSchG ) sollte allen Zugteilnehmern bekannt sein. ( Siehe Seite 23 ) .

 

Richtlinien 16 

Zeichnung 7 "Flaschenknacken"

 

VIII GEMA
Soweit auf / in Fahrzeugen oder Fußgruppen Beschallungsanlagen o.glw. mitgeführt werden, von denen Lieder abgespielt werden, ergibt sich dazu eine Verpflichtung zur Bezahlung von GEMA-Gebühren.

Leverkusen, im Oktober 2003

FLK - Richtlinien etc.

Copyright ┬ę 2015. All Rights Reserved.